Junge Musiker haben auch vor sehr schwierigen Werken keine Bange
Foto: migVon Michael Grundmeier
Bückeburg. „Wir sind ganz stolz, das ist eine Bestätigung für unsere Arbeit“, freute sich die Geschäftsführerin der Musikschule der Märchensänger, Gudrun Wuttke, anlässlich eines Konzertes der Preisträger beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. Die hohe Qualität dieser Arbeit zeigte sich auch während des Konzertes. Alle vorgestellten Musiker wagten sich an sehr schwierige Werke.
Die in Bückeburg ansässige Musikschule hat schon viele Sieger gesehen. Erst im vergangenen Jahr hat Matthias Greenslade auf Bundesebene die höchste Leistungsstufe „Sehr gut“ bekommen, ein Umstand, der zeigt, wie im Gebäude an der Georgstraße gearbeitet wird. „Wir haben einen Auftrag in der musikalischen Breitenförderung und im Elementarbereich. Wenn dann trotzdem noch so etwas abfällt, ist das einfach großartig“, freute sich Geschäftsführerin Gudrun Wuttke. Ohne die Mehrarbeit der Lehrer sei das aber nicht zu schaffen gewesen, so Wuttke: „Das zeigt ein großes Engagement.“
Ein großes Engagement, das auch der musikalische Nachwuchs an den Tag legt. Die Preisträger hatten sich teils sehr schwierige Stücke ausgesucht – die Qualität des Vortrags war durchgängig hoch. So auch bei den Akkordeonisten Mathilda Vogt (zweiter Preis) und Manuel Gottlieb (erster Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb). Die beiden Solisten – aus der Klasse von Mateja Zenzerovic – glänzten zum Auftakt mit Werken von Hans Luck (Tarantella) und unbekannter Komponisten („Im Orient“, „Ungarischer Tanz“).
Auch die Duos Christoph Etling/Matthias Greenslade (Gitarrenklasse von Wolfgang Wicklein) und Simon Tielmann/Jakob Meyer (Klavier/Eufonium, als Gäste aus Stadthagen – Klavierklasse von Olga Kazakova) zeigten an diesem Vorabend ihr großes Können. Die vier Musiker haben allesamt einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb erreicht. Chapeau!
Den Abschluss machten dann Moritz Disselkamp und Julia Kristin Heinz (Klavier/Querflöte – Querflötenklasse Tobias Lempfer und Klavierklasse Olga Kazakova). Sie haben einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb gewonnen und spielten beim Klassenvorspiel ihr gesamtes Wettbewerbsprogramm (Friedrich Kuhlaus „Duo 1 in B-Dur“, sowie Ivan Jevtic „Hepta-Fantasie für Flöte und Klavier“). Von den Zuhörern gab es zurecht viel Beifall.
© Schaumburg-Lippische Landeszeitung vom 19.2.2010
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