Sommerfest 2010 - Ein Bericht der Schaumburg-Lippischen Landeszeitung
Foto: wkEin Selbstbau-Instrument zum „kräftig reinschreien“
Bückeburg (wk). Zu ihrem alljährlichen Sommerfest hat die Musikschule Schaumburger Märchensänger eingeladen. Was das Programm betrifft, setzten die Organisatoren am Samstag auf ihren bewährten Mix aus kleinen Konzerten, spaßigen Aktionen für Kinder und eine Versorgung der Besucher mit Bratwürsten und Kartoffelsalat sowie Kaffee und Kuchen.
Mit der Veranstaltung wolle man selbstverständlich auch neue Mitglieder werben, erklärte Gudrun Wuttke, die Geschäftsführerin des Vereins. So seien etwa für den „Elementarunterricht“, in dem Grundlagen des Musizierens vermittelt werden, noch einige Plätze frei. Erfahrungsgemäß würden übrigens rund 80 Prozent der daran teilnehmenden Kinder anschließend in den darauf aufbauenden „Instrumentalunterricht“ wechseln, was eine „sehr gute Quote“ sei.
Wohin frühzeitiger Musikunterricht führen kann, erfuhren die Besucher des Sommerfestes dann mit eigenen Ohren im großen Saal des Hauses. Junge Violinisten, Pianisten und Absolventen anderer Musikklassen gaben dort klangliche Kostproben ihres – mitunter schon sehr fortgeschrittenen – Könnens. Darunter auch Simon Tielmann (13), der vor fünf Jahren mit dem Klavierspielen begonnen hat, und am Samstag ordentlich Applaus für die von ihm dargebotene „Sonate in E-Moll von Edward Grieg“ einheimste. „Ich spiele solche klassischen Stücke wirklich gerne“, verriet der Obernkirchener nach seinem Auftritt, und ergänzte, dass er ungefähr eine Stunde pro Tag am Klavier übt: „Je nachdem, wie viel Zeit ich habe.“
Weitere Vorführungen – allerdings im Garten der Musikschule – bestritten der von Jessica Blume geleitete Kinderchor, der Konzertchor unter Leitung von Sascha Davidovic, die Schaumburger Big-Band und das zur Unterstützung angereiste „Pop-Ensemble“ der Musikschule Hemmingen.
Hoch im Kurs bei den kleineren Besuchern standen nicht zuletzt die Spaßaktionen, die zum Teil sogar einen Bezug zur Musik hatten: Aus Papprollen, Pergamentpapier und Gummibändern konnten sich die Kinder ein so genanntes „Kazoo“ (ausgesprochen: „kasuu“) basteln. Um damit Musik zu machen, müsse man „kräftig ‘reinschreien“, erklärte der Enzener Jan Wehling (4) die Funktionsweise seines Eigenbau-Instrumentes.
Beim „Blasometertest“ galt es dagegen, diverse Aufgaben zu meistern – vom Seifenblasenpusten über das Trompeten auf einem Schlauch bis hin zur Tonerzeugung auf einer echten Trompete. Ein Stand, an dem sich die Kinder ihre Gesichter bunt schminken lassen konnten, rundete das Unterhaltungsprogramm ab.
Deutlich leiser als eine „Vuvuzela: Aus einfachen Materialien basteln sich die Kinder eine zum Musizieren dienende „Kazoo“.
© Schaumburg-Lippische Landeszeitung vom 14.6.2010
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