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20.04.2010

Melodien in Dur und Moll: Lehrer zeigen ihr Talent


Bückeburg (dis). Wie gut sie sich selber aufs Spielen der von ihnen unterrichteten Instrumente verstehen, haben die Lehrer der Musikschule Schaumburger Märchensänger am Sonntagabend bei einem kurzweiligen Konzert in der Lehrstätte unter Beweis gestellt.
Akkordeonistin Mateja Zenzerovic tauchte den Auftrittssaal bereits während der eröffnenden Scarlatti-Sonate h-Moll gekonnt in melodische Farben. Danach machten Flötistin Valentina Bellanova und Geiger Wolfgang Schattler mit zwei tonschön gebrachten Kleinoden des blinden Jacob van Eycks (1590-1657) von sich reden, bei denen es um die Liebe ging. Später erfreute das Duo mit zwei munter pointierten Allegri aus der Sonata I, a-Moll des Jean- Baptiste Loeillet de Gand (1688).

Nicht minder von virtuosen Herausforderungen im Zusammenspiel gespickt waren dann die Meditationen zum „Thais“ des Jules Massenet, um dessen bunt kolorierten Melodienreigen sich Pianist Nico Benadie und Klarinettist Peter Malaj stilsicher und wohl akzentuiert kümmerten. Mit warmem Ton stellte danach Nikolas Dietrich sein cellistisches Können in Eintracht mit Pianistin Olga Kazakova bei der dritten Vivaldi-Sonate a-Moll unter Beweis, indem er zwei Largo-Sätzen Atmosphäre verlieh.

Akkordeonistin, Violinist und Altflötistin machten abermals angenehm von sich reden, als sie mit gut sitzenden Tönen Henry Purcells „Chaconne g-Moll“ ihre Aufmerksamkeit schenkten. Zu einem Höhepunkt der Veranstaltung reifte der nächste Beitrag: Jetzt zeigten Sascha Davidovic, Magdalene Koller und Peter Malaj, Klavier, Gesang, Klarinette, ihr rhythmisches Gefühl sowie instrumentales und vokales Können nämlich bei von vielen Besonderheiten und universellen Tonsprachen geprägten Klezmerstücken. Das Trio blieb dieser so ganz andersartigen Notensprache in puncto Leidenschaft und Ausdruck nichts schuldig und wurde gebührend beklatscht. Aber damit endete die Vorstellung nicht, denn sicher und ausdrucksvoll offerierten die Tastenkünstlerinnen Flora Volochina und Olga Kazakova obendrein Rachmaninovs hübsche „Vokalise“, op. 34, Nr. 14, in der Version für zwei Pianos. Last but not least bescherte Multitalent Jessica Blume mit wunderschön ausgeleuchteten „My fair Lady“-Melodien durch Charme und Stimme einen Höhepunkt und sorgte für ganz viel Wohlwollen in den Zuschauerreihen. Davidovic unterstützte die Sopranistin dabei einfühlsam am Klavier. Über Mangel an Beifall musste sich am Ende gewiss keiner der Beteiligten beklagen.

© Schaumburg-Lippische Landeszeitung vom 20.4.2010




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